< Zurück

Buxtehude Festival

Anlässlich des dreihundertsten Todestages von Dietrich Buxtehude (1637 - 9. Mai 1707, Lübeck) veranstaltet der Verein Pro Musica, mit Unterstützung durch die deutsche Botschaft, ein deutsch-französisches Musik-Festival in der deutschen evangelischen Christuskirche Paris.

Der lübecker Künstler war seinerzeit so berühmt, dass der junge Bach eine lange Fußreise auf sich nahm, um ihn zu hören und an seiner Seite zu studieren. Der in ganz Nordeuropa berühmte Organist Buxtehude begann ab 1673 die sog. »Abendmusiken« zu veranstalten, die ettliche junge Musiker anzogen, die hofften den außergewöhnlichen Künstler persönlich kennen zu lernen. Buxtehude gilt bis Heute als einer der wichtigsten Barockkünstler.

Die für die Advendtssonntage vorgesehenen Abendmusiken, die eine beachtliche Menge von Musikern und Sängern aufbieten konnte, ist leider verloren. Buxtehude verdankt seinen heutigen guten Ruf seinem Orkelwerk, das das seiner Zeitgenossen bei Weitem übersteigt und das von Johann Sebastian Bach ankündigt. Sein Werk umfasst mehr als einhundert Kantaten und spirituelle Konzerte in Deutsch und Latein, eine Kurzmesse, einige Oratorien (die Meisten davon sind verloren gegangen), rund vierzig freie Stücke, etwa fünfzig Choräle, an die zwanzig Suiten sechs Variationen und drei Trio-Sonaten.

Vier Konzerte werden sonntags durch deutsche und französische Musiker gegeben. Einzigartig in Paris bietet das Buxtehude-Festival dem geneigten Publikum einen Querschnitt durch sein Werk: Orgelmusik, Kammermusik, Solokantaten sowie der große Kantatenzyklus Membra Jesu nostri, sieben Meditationen über die verschiedenen Teile des Körpers Christus am Kreuz, sein Meisterwerk für Chor und Instrumente. Ebenso wie beim europäischen Bach Festival, wird Gilles Cantagrel die Werke der drei Matinéen in das Gesamtwerk des großen Komponisten einordnen.

Datum der letzten Änderung
Letzte Änderung 2009-09-04, 10:28:43 (GMT)